Juli 2026

16 Juli 2026 – Unsere Liebe Frau auf dem Berge Karmel

Einst gab es einen Mann, schlicht wie ein Schilfrohr, klarer als eine Quelle. Er war das
Licht. Das wahre Licht, das in der Finsternis leuchtet. Er ist gekommen, damit alle das Leben haben. Er hat gesprochen,
damit durch menschliche Geduld alles besänftigt werde. Er sprach, um den Stimmlosen der
Erde eine Stimme zu geben. Er sprach, um Frieden über unsere gnadenlosen Kriege zu rufen. Er sprach, um die Hoffnung zu befreien, die
in der Traurigkeit vergraben war. Durch seine Stimme, durch seinen Atem hat er den Menschen aus der Fessel der Sünde befreit und ihm
den unendlichen Horizont der Liebe eröffnet.
Gott, gesegnet seist du für Jesus! Dank ihm wissen wir, dass du ein Vater voller Zärtlichkeit und
Barmherzigkeit bist, immer bereit, uns zu vergeben und unseren Weg zur Freiheit wieder in Gang zu bringen.

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14 Juli 2026

Jesus, Herr,
lass uns an dem Glauben teilhaben, den du bei den Demütigen deines Volkes gefunden hast, an diesem Glauben, der rettet.
Was wissen wir schon von deiner Gastfreundschaft, solange wir dir nicht unsere Lasten übergeben, solange wir dir nicht
unsere Schwächen anvertrauen – dir, der du gekommen bist, um sie zu tragen?
Lehre uns, uns aus dem mächtigen Griff all dessen zu befreien, was unwesentlich ist und so oft
unseren Alltag überschwemmt oder unser Urteilsvermögen trübt. Führe uns zur inneren Besinnung, in der der
wahre Gläubige in der Authentizität seines Seins entstehen kann.

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10 Juli 2026

Gott, unser Vater,
wie können wir dir für Jesus von Nazareth danken, diesen Mann nach deinem Herzen,
in dem du dein Antlitz offenbarst?
Er ist dein geliebter Sohn, dein ganzes Wort.
Doch wo finden wir ihn in unserer heutigen Zeit, wie können wir das Geheimnis seiner Gegenwart erkennen?
Wenn er zu uns sagt, wie zu dem reichen jungen Mann: „Eines fehlt dir noch“,
wären wir dann bereit, alles hinter uns zu lassen, nicht nur den Überfluss, sondern das Unentbehrliche zu geben?
Wenn er zu uns sagt, wie zu seinen Jüngern: „Kommt und seht“,
sind wir dann bereit, vor dem armen Menschen unsere Sandalen auszuziehen,
anzuerkennen, dass der Segen nicht aus dem von Menschenhand erbauten Tempel kommt,
sondern durch die ausgestreckten Arme des Gekreuzigten …?
Gott, unser Vater, du unsere Zukunft, wir nehmen dich auf!

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6 Juli 2026

Jesus, Herr,
du bist unter uns gewandelt und hast Gutes getan; dein Weg bringt immer wieder Neues hervor:
Wir bitten dich: Wecke in uns das Bewusstsein für unsere Menschlichkeit.
Durch die Aufnahme am Tisch der Sünder und Zöllner, durch deine Gegenwart bei jedem, der sich dir näherte,
bitten wir dich: Wecke in uns das Bewusstsein für unsere Menschlichkeit.
Durch dein Schweigen der Wahrheit und der Vergebung gegenüber jenen, die dem Bösen nicht widerstehen konnten und darunter
leiden, und gegenüber jenen, die verurteilen,
bitten wir dich: Wecke uns zu unserer Menschlichkeit.

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